Tipps für Eltern

Hier einige Ratschläge, wie Sie Ihr Kind in seiner kommunikativen Entwicklung fördern können:

Zuhören! Wenn Sie aufmerksam zuhören, fühlt sich Ihr Kind ernst genommen und seine Mitteilungsfreude wächst.

Alle Sprachversuche annehmen, auch wenn sie nicht perfekt sind! Der Inhalt des Gesagten ist immer wichtiger als die Form.

Spielen Sie mit Ihrem Kind! Kinder lernen spielerisch am meisten und effektivsten. Versuchen Sie sich dabei voll und ganz auf Ihr Kind zu konzentrieren.

Achten Sie auf Blickkontakt! So signalisieren Sie Ihrem Kind Interesse und es kann Sie durch begleitende Mimik und Gestik leichter verstehen. Außerdem lernt es durch Beobachtung und Nachahmung.

Sie sind das wichtigste Sprachvorbild für Ihr Kind! Beschreiben Sie in Gegenwart Ihres Kindes, was Sie sehen, tun oder denken.
Beispiele:

  •  „Die Milch ist noch zu heiß zum Trinken.“
  • „Oh, heute scheint die Sonne aber hell!“
  • „Ich streue noch ein bisschen Salz in die Suppe.“

Versprachlichen Sie auch die Handlungen und Gefühle Ihres Kindes!
Beispiele:

  • „Ah, du ziehst heute die gelben Socken an“
  • „Das ärgert dich jetzt, dass du deinen Trecker nicht finden kannst!“

Geben Sie Ihrem Kind Feedback! „Korrigieren“ oder bestätigen Sie Ihr Kind durch Wiederholen seiner Äußerung, ohne das Kind auf Fehler aufmerksam zu machen oder es zum Nachsprechen aufzufordern.
Beispiele:

  • Kind: „Smeckt lecker der Eis.“ Eltern: „Ja, das Eis schmeckt lecker.“
  • Kind zeigt auf Bus und sagt: „Ah, da Auto!“ Eltern: „Oh ja, da kommt ein Bus.“

Kinder verstehen noch keine Ironie! Vermeiden Sie daher Aussagen wie „Na, das hast du ja wieder toll hingekriegt!“, wenn Sie es nicht so meinen.

Viele Eltern fragen sich, ob sie an den sprachlichen Schwierigkeiten ihres Kindes Schuld tragen. In vielen Fällen ist diese Sorge jedoch unerheblich, da wir eine Auseinandersetzung mit den Veränderungsmöglichkeiten für wesentlich produktiver halten.

Nehmen Sie sich und Ihrem Kind den Druck, denn „Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht“!

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© Dieses Dokument ist eine Gemeinschaftsarbeit der Praxis für Logopädie Nadja Höhne und der Praxisgemeinschaft für Logopädie Katrin Hamm & Clarissa Dröge