Grobe Anhaltspunkte für die kindliche Sprachentwicklung

Von Geburt an bis ca ½ Jahr:
Schreien, Lachen, Weinen
Gurren, Lallen, Bildung von Silbenketten
Hinwendung zu Geräuschquellen

ca. 1 Jahr bis 1 ½ Jahre:
erstes „Nachplappern“, jedoch ohne Verständnis
erste Wörter wie „Mama“, „Papa“, „Ball“,
Einwortsätze (ein einzelnes Wort hat Satzcharakter z.B.: „Da!“)

Bis ca. 2 Jahre
20 bis hundert Wörter im aktiven Wortschatz (das Kind versteht deutlich mehr)
erstes Fragealter z.B.: „Da?“ kenntlich durch Mimik und Melodie
erste Zwei-Wort-Sätze

Bis ca. 2 ½ Jahre
Wortschatz nimmt rasch zu (u.a.: Fragewörter)
Gebrauch von „ich“
Bildung von Mehrwortäußerungen

Bis ca. 3 Jahre
Wortschatz nimmt weiter zu (vermehrt grammatische Funktionswörter wie z.B. Artikel)
Das Kind erlernt erste Lautverbindungen (z.B.: bl, tr, kl)
Gebrauch von Farbwörtern
Zweites Fragealter („Warum?“)
Bildung einfach gegliederter Sätze

Bis ca. 4 Jahre
Wortschatz liegt bei bis zu 1500 Wörtern
Bis auf Zischlaute (s, ch, sch) und einige Lautverbindungen beherrscht das Kind weitgehend die Laute der Muttersprache
Satzbau wird zunehmend komplex (kann jedoch noch „fehlerhaft“ sein)
Das Kind „spielt“ mit Sprache, entwickelt ein Verständnis für Reime

Bis ca. 6 Jahre
Weiterhin Erweiterung des Wortschatzes (auch durch Wissensvermehrung)
Das Kind kann zusammenhängend und strukturiert Erlebtes oder Gedankengänge erzählen
Alle Laute der Muttersprache werden korrekt gebildet
Die Grammatik wird weitestgehend beherrscht
Fähigkeit zur Selbstkorrektur